Fantastische Geschichten von unterwegs

Beiträge mit Schlagwort “Eve

Cornuus Ingentis

cornuusingentis

Floki nimmt den mitgebrachten Winkelschleifer in die Hand, schaltet ihn ein und setzt am ersten Horn an. Während der Sägestaub fliegt und nach verbranntem Haar stinkt, senkt sich die Schleifscheibe in das Material und trennt das Horn vom Kopf den widerspenstigen Kapitäns. Dann noch ein zweites Mal und ein drittes Mal. Lediglich das letzte spitz nach oben stehende Horn verbleibt seinem angestammten Ort, einem fluchenden Häufchen Elend, das sonst eher die Gestalt eines stattlichen Trolls hat. Tolstoy sieht dem Gequälten dabei zu, wie er immer kleiner wird, aber wie sich auch immer mehr Wut in ihm sammelt.

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Riders on the storm

storm

Seit Tagen nun regnet es in Hamburg ununterbrochen. Auf der See toben unerbittliche Stürme. Kein Tagesgeschäft mehr möglich, liegt der Hamburger Hafen brach wie eine Geisterstadt. Nicht einmal mehr die Flaggen an der Einfahrt zum Hafenbecken wurden noch eingeholt und trotzen den Orkanböen mit ihren letzten Fetzen. Auf der Reeperbahn drängen sich Massen von Gestalten. In den Ecken der Seitenstraßen die Junkies, mehr oder weniger Betuchte in den Amüsierbetrieben oder in den Warteschlangen davor und der Abschaum, der liegt völlig betrunken, benommen, sei es vor Hunger oder nur der üblichen Lethargie fröhnend, in der Gosse.

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There is no octopussy at all

octopussy

„Dieser Auftrag ist zunächst mir ein persönliches Anliegen. Ein Frachtcontainer, der in diesen Tagen im Hamburger Hafen angelandet ist und von mir georderte Ware beinhaltet, ist aus unerfindlichen Gründen verschwunden. Im Lagersystem ist er als am Lager befindlich gelistet, eine Kameraaufnahme dieses Lagers zeigt jedoch, dass dem offensichtlich nicht so ist. Findet den Container und sichert ihn. Ich möchte keine Zeugen und auch keine potenziellen Gefangenen. Zu deren persönlichem Befinden sollte sich keiner dieser Wichser mehr lebendig im direkten Umfeld meiner Ware befinden.“

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Hier kommt Kalle

kalle

Zu dritt machen wir uns am späten Nachmittag auf den Weg zu diesem „Arzt“, den wir kurz zuvor in einer ausführlichen Kontaktliste gefunden haben, die sich bereits im Haussteuerungssystem hinterlegt war. Wenn das Haus schon unverschämt komfortabel ist, scheinen die Infos wohl sehr viel verlässlicher als alle Ergebnisse, die man als ahnungsloser Neuling in dieser Stadt selbst finden kann. Noch ein kurzer Anruf und der Termin steht.

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We can’t stop here, this is Воры country

country

Sie haben Ihr Ziel erreicht.

Nach kurzer Zeit kommen wir an einem Haus, das unser Navi als Ankunftspunkt markiert hat, an und fahren hinab in die dazugehörige, in dieser Gegend schon beinahe unverschämt luxuriöse, Tiefgarage. Wir befinden uns gerade wohl in dem einzigen wirklich bewohnbar wirkenden Gebäude, ein freistehendes Familienhaus, sogar mit einem kleinen Garten hinter einer Hecke. Eine Stimme über die Freisprechanlage unseres Autos kommentiert:

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Auf der Flucht

flug

„Wir verlegen nach Hamburg, Sie kommen mit uns, um unterzutauchen. Zu Ihrer Tarnung werden Sie sich in Hamburg mit ‚Kalle‘ treffen. Er ist Kontaktmann zu den Lobatchevskis. Dort werden Sie für Kalle einen Auftrag übernehmen.“

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